So rechnen wir
Maximale Stunden = Verdienstgrenze ÷ Stundenlohn, abgerundet auf volle Viertelstunden. Der Stundenlohn darf den gesetzlichen Mindestlohn nicht unterschreiten (13,90 € in 2026, 14,60 € ab 2027).
Entstehungsprinzip und gelegentliches Überschreiten
Maßgeblich ist nicht die tatsächliche Auszahlung, sondern der arbeitsrechtliche Entgeltanspruch (Entstehungsprinzip). Ein gelegentliches, nicht vorhersehbares Überschreiten der Grenze ist in höchstens zwei Kalendermonaten innerhalb eines rückwärts laufenden Zeitjahres unschädlich.
Abgaben und Ausblick 2027
Die Sozialabgaben im Minijob trägt der Arbeitgeber über Pauschalbeiträge an die Minijob-Zentrale. Beschäftigte zahlen nur den Rentenversicherungs-Eigenanteil von 3,6 %, sofern sie sich nicht befreien lassen. Zum 1. Januar 2027 steigt der Mindestlohn auf 14,60 € – die Minijob-Grenze klettert dann auf 633 € pro Monat.
Passend dazu: Die Verdienstgrenze ist nicht das Ende der Fahnenstange – ein steuerfreier Sachbezug von 50 € im Monat zählt nicht auf die Verdienstgrenze. Welche Extras 2026 sonst noch steuerfrei oder pauschal besteuert bei Ihren Mitarbeitenden ankommen: Steuerfreie Extras für Mitarbeiter.
Arbeitgeberabgaben beim gewerblichen Minijob (Werte 2026 laut Minijob-Zentrale): Rentenversicherung 15 %, Krankenversicherung 13 % (bei gesetzlich versichertem Minijobber), Pauschsteuer 2 %, Umlage U1 0,80 %, U2 0,22 % und Insolvenzgeldumlage 0,15 %. Hinzu kommt der Beitrag zur Unfallversicherung. Für Minijobs in Privathaushalten gelten niedrigere Sätze.
Minijob und Mindestlohn im Video
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Minijob-Grenze 2026: 603 €. Wer nicht aufpasst, rutscht in die Versicherungspflicht.
Die Minijob-Grenze liegt 2026 bei 603 € im Monat. Sie ist dynamisch an den Mindestlohn gekoppelt, und der liegt jetzt bei 13,90 €. Das heißt: Wer die Stunden nicht anpasst, rutscht ungewollt über die Grenze und damit in die Sozialversicherungspflicht.
Die Faustregel: maximal rund 43 Stunden im Monat. Schau dir gerade bei langjährigen Minijobbern jetzt die Verträge und Stundenpläne an, bevor es teuer wird. Ein paar Stunden zu viel, und aus dem Minijob wird ein sozialversicherungspflichtiges Arbeitsverhältnis.
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Häufige Fragen
Wie hoch ist die Minijob-Grenze?
603 € im Monat in 2026 und 633 € ab dem 01.01.2027. Die Grenze ist an den Mindestlohn gekoppelt: Mindestlohn × 130 ÷ 3, aufgerundet auf volle Euro.
Darf die Grenze mal überschritten werden?
Gelegentlich und unvorhersehbar ja – höchstens in zwei Kalendermonaten innerhalb eines Zeitjahres und bis zum Doppelten der Verdienstgrenze.
Was ist der Unterschied zwischen Minijob und Midijob?
Bis 603 € im Monat (2026) liegt ein Minijob vor. Von 603,01 € bis 2.000 € spricht man von einem Midijob im Übergangsbereich mit reduzierten, aber vollwertigen Sozialversicherungsbeiträgen.
Was kostet ein Minijobber den Arbeitgeber?
Neben dem Lohn fallen Pauschalbeiträge zur Renten- (15 %) und Krankenversicherung (13 %), 2 % Pauschsteuer sowie Umlagen an – insgesamt rund 31 % plus Unfallversicherung.
Rechtsgrundlagen
Hinweis: Der Rechner liefert eine vereinfachte Orientierung auf Basis der Rechengrößen mit Stand 25.10.2026. Er ersetzt keine individuelle Berechnung und keine steuerliche Beratung im Einzelfall. Ihre Eingaben werden nicht gespeichert oder übertragen.